Linhof Preis für junge Fotografie 09

München. Mehr als 3500 Fotografien bei 468 Einsendungen aus 39 Ländern! Ein Super Teinahmeergebnis trotz enger Teilnahmekriterien wie Altersbeschränkung und inhaltlicher Vorgabe.

Die Sieger stehen jetzt fest. Der Linhof Preis für junge Fotografie 09 geht in der Reihenfolge der drei Erstplatzierten nach Estland, Deutschland und in die USA.

Human Cityscapes” hieß das Thema, zu dem in einer fotografischen Umsetzung der urbane Lebensraum “Stadt” mit dem Kontrast bzw. der Einheit, die Mensch und Architektur bilden, verknüpft werden sollte. Erwartet wurde eine inhaltlich-konzeptionelle Auseinandersetzung mit der Thematik in 5 bis 8 Bildern.

Nicht immer hielt die fotografische Qualität der inhaltlichen Konzeption stand.

Oder einzelne gute Fotografien konnten nicht in dem gesamten Bildbeitrag der jeweiligen Einsendung bestätigt werden. Bewertet aber wurde die ganze Serie.

Natürlich zeigten die Einsendungen aus 39 Ländern auch national geprägte Vorlieben.

169 Beiträge kamen aus Deutschland. Sie orientierten sich auffallend stark an bekannten Bildthematiken und formal oft an einer statischen Ästhetik konzeptioneller Architekturfotografie €” das in hoher Qualität.

Die Einreichungen aus China (81) waren dagegen eher formal experimentell. Vielschichtig und sehr individuell zeigten sich die Arbeiten der englischen (31) sowie auch der amerikanischen Teilnehmer (21). Gesucht wurde in den Bildserien eine Position, die die Wechselwirkung des Menschen in seiner Beziehung zum Umfeld reflektiert.

Erster Preis (Linhof Kameraausrüstung im Wert von 10.000 Euro):

Alexander Gronsky, Seine Serie “The Edges” zeigt in fast surrealen Szenen Menschen und Tiere an der Schnittstelle der Stadt Moskau. Die abstrakte weiße Schneefläche isoliert die Dinge und Personen.

Zweiter Preis (Kamerausrüstung im Wert von 3.000 Euro):

Philipp Diettrich und Matthias Keller (Hochschule für Gestaltung Karlsruhe und Hochschule für Künste Bremen) Ihre Arbeit “Kolonia Megawatt” beschäftigt sich mit der polnischen Grenzstadt Bogatynia. Sie zeigt die Transformation des Ortes und ihrer Bewohner: Abbau, Neubau und das alles bestimmende Kraftwerk schaffen einen eigensinnigen Kosmos, der in situativen Bildern sichtbar wird.

Dritter Preis (Kamerazubehör im Wert von 1.000 Euro:

Harlan Erskine, New York (School of Visual Arts, New York). In der Serie “Imaginäre Kriege” stellt der Künstler die Spiele seiner Kindheit in New York City nach: Imaginäre Feinde lauern an allen Ecken. Kinder schlüpfen in die Rollen von Erwachsenen,ohne diese voll zu verstehen. In seinen Bildern breitet der Fotograf die Erinnerungen an eine apokalyptische Welt aus.

Herzlichen Glückwunsch!

Geplant ist, den Linhof Fotopreis mit einem neuen Thema in einem 2-jährigen Rhythmus auszuschreiben und ihn so zu einem wichtigen internationalen Fotopreis zu etablieren.

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